Juni 2022

Ein neues Startfoto habe ich für meine Webseite ausgewählt.

In Stills zeige ich eine Blätterstudie der Calathea-Pflanze (Foto 30) als Triptychon.

In „Workflow“ beschreibe ich für die technisch Interessierten in einem Überblick meinen aktuellen „Stills-Workflow“.

Ich mache eine zweimonatige Sommerpause – brauche jetzt Wasser, Sand und Musik.

 

April 2022

Hier in „Stills“ der letzte Teil „Weiß“ meiner Trilogie „Schwarz-Grau-Weiß“. Zu sehen sind: getrocknete Tulpen (Foto 26), Weißkohl (Foto 27), weiße Artischocke (Foto 28), Muschel-Triptychon (Foto 29).

Inspiriert haben mich die Konzeptkünstlerin Karin Sander und der Künstler Roman Opalka, die beide überwiegend mit der Farbe „Weiß“ arbeiten und ebenfalls in der Doku „Alles kommt aus dem Schwarz und verliert sich im Weiß“ vorgestellt wurden. Zum Beispiel polierte Karin Sander 8 Stunden lang ein Hühner-Ei, sodass sich zum Schluss die Umwelt im Hühner-Ei Glanz spiegeln konnte.

So ähnlich habe ich bei meinem „weißen“ Trilogie-Teil gearbeitet. Durch digitales Abwedeln und selektive Farbkorrektur wurden die hell- und mittelgrauen Tonwerte zu einem Weiß „reduziert“ – natürlich nicht 8 Stunden lang. Da es keine weißen Artischocken gibt und die Farbe der Muschel eher gelblich ist und ein Weißkohl kein schwarzes Kohlblatt hat, sollte man meinen Fotografien nicht trauen. Es sind Konstrukte. Das Muschel-Triptychon zeigt auch eine Bewegung – die Drehung einer Muschel in drei Fotos.

Die getrockneten und gescannten Tulpen sind eine Hommage an den österreichischen Maler Egon Schiele, dessen gemalte Selbstportraits mich beeindrucken. Beim Scannen habe ich die Tulpenblätter zu einem V-Zeichen angeordnet. Dieses Symbol, V-Geste genannt, benutzte Egon Schiele häufig in seiner Kunst. Seine gemalten Personen formten dieses Zeichen mit dem Zeige- und Mittelfinger der flach ausgestreckten Hand. Auch in Portraitfotos, die ihn zeigen, formte Egon Schiele mit seinen Fingern diese V-Geste. Johann Thomas Ambrozy schrieb im Buch „Egon Schiele“ vom Hirmer-Verlag, dass man diese Geste auch als „Ausstrahlung einer göttlich-künstlerischen Kraft“ interpretieren könne.

 

März 2022

In „Stills“ zeige ich den zweiten Teil meiner Trilogie „Schwarz-Grau-Weiß“: Canteloupemelonen, Granatapfel (Foto 22), Artischocken (Foto 23), Lollo-Bionda-Rosso (Foto 24), Ananas, Guzmania (Foto 25).

Hier habe ich bei meinen Interpretationen mehr graue Tonwerte zugelassen. Inspiriert durch den Fotografen Michael Schmidt, der ebenfalls in der Doku „Alles kommt aus dem Schwarz und verliert sich im Weiß“ vorgestellt wurde. In Schmidts Fotoarbeiten gibt es kein reines Schwarz und kein reines Weiß. Alles ist in verschiedenen Grautönen. Ich bin hier nicht ganz so konsequent, denn ich mag ein reines Schwarz und Weiß in meinen Arbeiten. Natürlich nicht immer an den Stellen, wo die Wirklichkeit sie zeigt.

 

Februar 2022

Zu sehen sind neue Fotos in „Stills“. Amaryllis-Blüten (Foto 17), Steckrübe(n) (Foto 18 + 19), Marmande-Tomaten (Foto 20), Rispen-Tomaten (Foto 21).

Dieser Teil des Projekts ist beeinflusst durch die abstrakten Werke des französischen Malers Pierre Soulages, der überwiegend mit der Farbe Schwarz arbeitet. Seine Malerei finde ich faszinierend. Entdeckt habe ich ihn vor ein paar Jahren in der zdf.kultur – Doku (ca. 55 min) mit dem Titel „Alles kommt aus dem Schwarz und verliert sich im Weiß“. (Leider nicht mehr in der Mediathek). In diesem Film werden verschiedene Künstler und ihre Arbeiten vorgestellt, die nur mit einer Farbe, entweder Schwarz, Grau oder Weiß, arbeiten.

Hier weitere im Film vorkommende Künstler, deren Schwerpunkt die Farbe Schwarz ist: Regisseur Fred Kelemen, Künstler Günther Uecker, Künstler Robert Longo, Fotograf Anton Corbijn, Regisseur Michael Haneke u.a.

 

Januar 2022

Tage später: die Amaryllis in ihrer vollen Pracht (Foto 16).

 

31. Dezember 2021

Mit dieser aufblühenden Amaryllis (Foto 15) in „Stills“ wünsche ich allen ein frohes und gesundes neues Jahr.

 

November 2021

In „Portraits“ habe ich ein paar ältere Portraitarbeiten hinzugefügt. Wegen der Pandemie fotografiere ich zurzeit keine Menschen in meinem kleinen Studio und kann deshalb auch keine neuen Portraits zeigen. Vielleicht sollte ich mal wieder ins Archiv schauen.

Einen Bericht über mein Scannen mit dem Epson V850 Pro und VueScan Pro habe ich in „Workflow“ veröffentlicht. Wer mit der hybriden Arbeitsweise noch nicht vertraut ist, kann hier ein paar Anregungen finden.

 

Oktober 2021

In „Stills“ zeige ich aktuelle Fotos aus meiner Werkgruppe „Pflanzen“, an der ich seit ein paar Monaten arbeite:  Guzmania-Blätter (Foto 9), Begonien-Blätter (Foto 10 + 11), Flammendes Käthchen (Foto 12), Tulpen (Foto 13), Orchidee (Foto 14).

Die Arbeiten in „Stills“ sind beeinflusst durch einen Gedanken von Irving Penn (amerikanischer Portrait- und Modefotograf), der sagte mal sinngemäß „Die Fotografie dealt mit der Wirklichkeit und möchte sich aber gleichzeitig von ihr lösen“.

Dieses Loslösen gelingt mir mit der Sichtbarkeit des Korns, dem Verschieben der Tonwerte, dem Bearbeiten der Form, dem Tonen usw. Alles Stilmittel, mit denen man sich von der aufgenommenen Wirklichkeit entfernen kann. Das entwickelte und gescannte Negativ ist der Ausgangspunkt meiner Interpretationen.

Einen ebensolchen Einfluss hatte die Äußerung in einem Interview der südafrikanischen Malerin Marlene Dumas. Sie sagte, bezogen auf die Raumdarstellung: „… ich wünschte, ich könnte auch mal ein Bild malen, in dem der Raum etwas tut“. Als Beispiel nannte sie den Maler Caravaggio, dessen hohe leere Räume in seinen Bildern lebendig und aktiv seien.

Bei meinem Stills-Projekt stehen die Objekte auf und vor weißem Papier-Hintergrund. Eine Raumebene ist somit nicht wahrnehmbar. Dumas Aussage inspirierte mich, in meinen Stills Raumebenen zu konstruieren und mit ihnen zu experimentieren. Allein durch digitales Nachbelichten und Abwedeln wird dieser Raum in den Fotos geschaffen. Die Raumwahrnehmung wird irritiert, wenn nur eine Raumebene auf einer Seite sichtbar ist (siehe z.B. Foto 7 – Pak Choi).

Es geht mir in den Stills-Arbeiten um das Loslösen und das Tun. Nichts ist wie es scheint. Es sind konstruierte Abbilder der Wirklichkeit.

 

September 2021

Ich habe meine Webseite etwas ändern lassen. Sie sollte „kompakter“ und übersichtlicher werden – weniger Fotos und Texte. Nicht wie ein Schuhkarton mit vielen Fotos und Zetteln drin.

Im neuen Menüpunkt „News“ werde ich Veränderungen in meiner Fotografie ankündigen.

Bei den „Portraits“ habe ich die große Anzahl der Fotos deutlich reduziert und zeige nur einen kleinen Überblick. Eine Unterscheidung zwischen MF- und 8×10-Negativen der Portraits werde ich nicht mehr vornehmen. Auch Hinweise zu meinen beiden Kameras, Hasselblad 503 CXi und Toyo 810M, werden fehlen und ein neuer Kamerakauf ist nicht geplant. Die Konzentration liegt auf Bilder-machen.

Im Menüpunkt „Stills“ zeige ich Arbeiten von verschiedenen Gemüsesorten, aber auch von Gegenständen. Seit Pandemiebeginn fotografiere ich in meinem kleinen Studio keine Menschen mehr. Aktuell bearbeite ich die Stills mit einer leichten digitalen Sepia-Tonung:

Blumenvase 1 (Foto 1), Glasvase (Foto 2), Vase 2 (Foto 3), Schmorgurken, gestreifte Aubergine, Teller (Foto 4), Süßkartoffeln (Foto 5), Ingwer (Foto 6), Pak Choi (Foto 7), Fenchel (Foto 8).

Im „Workflow“ beschreibe ich einen kleinen Teil meiner technischen Arbeitsweise, ohne einen Anspruch auf Allgemeingültigkeit zu haben. Es gibt viele Wege zu einem guten Foto.
Da ich hybridmäßig arbeite, werde ich in unregelmäßigen Zeitabständen auch etwas über mein Scannen und Drucken schreiben.

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