Mixed

Januar 2021 – Urbanes I

News:

  1. Ich habe Anfang Januar 2021 ein neues Startbild eingestellt (den engen Ausschnitt eines Gesichtes). So einen Foto-Wechsel werde ich immer wieder unregelmäßig vornehmen.
  2. Des Weiteren wurde der neue Menüpunkt „Mixed“ eingeführt. Hier zeige ich „gemischte“ Fotoarbeiten aus meinen verschiedenen fotografischen Bereichen. Veranlasst hat mich dazu meine vor Monaten nebenbei begonnene Arbeit an einem Fotobuch. Ich wählte erstmal 80 bis 85 Portraits aus und brachte sie dummymäßig in eine Bildreihenfolge, aber nach Tagen des Schauens und Nachdenkens, gefiel es mir nicht mehr. Nur Portraits fand ich irgendwann zu eintönig und entschloss mich, sie durch andere Arbeiten von mir zu ergänzen. Der Menüpunkt „Mixed“ ist für mich ein Experimentierfeld ohne Anspruch, dass die Fotos und ihre Reihenfolge jemals in meinem Fotobuch so erscheinen müssen. Ich bin selbst gespannt, was am Ende des Jahres zu sehen sein wird.

Im Menüpunkt „Das Projekt (Texte)“ taucht ebenfalls ein Link „Mixed“ auf. Hier gebe ich Beschreibungen zu den Aufnahmen bekannt, wie ich es vorher auf dieser Seite auch schon gemacht habe.

Die hier gezeigten Fotos haben einen urbanen Charakter und sind mit meiner momentanen Sehnsucht nach Schnee und Reisen verbunden.

Das farbige Panorama-Foto (Foto 1) zeigt einen Blick aus meinem Küchenfenster im Jahre 2010. Da ich in der Provinz lebe, etwa 70m über dem Meeresspiegel, bleibt der Schnee – wenn es denn mal schneit – in den letzten Jahren nicht mehr liegen. Nach einem Tag ist er wieder verschwunden, aber 2010 war er wochenlang zu sehen.

Anfang der 80ziger Jahre war ich mit meiner Frau und Freunden für ein paar Wochen in Irland und fotografierte diese urbanen Aufnahmen (Foto 2, 3, 4) an der Westküste. Zwar sind Reisen momentan nicht möglich, aber alte Fotos sind doch wunderbare Verstärker von Erinnerungen.

Angewandte Technik: Das Panoramafoto wurde mit der digitalen Canon 450D und Kit-Objektiv gemacht. Vier Fotos mit leichter Überlappung wurden im Hochformat nebeneinander fotografiert. Anschließend in Capture One Pro einzeln bearbeitet und in Photoshop CS6 zu einem Panorama zusammengefügt.

Die Irland-Fotos habe ich mit den Kameras von Canon, der AE-1 und der F-1, gemacht. Als Filme im Einsatz waren der FP4 und der HP5, entwickelt wurden sie in Microphen (1+3).

zu den Fotos

 

Februar 2021 – Stillleben und „Eichen“ einer Film/Entwickler-Kombi

Vor ein paar Monaten habe ich Auberginen (Ausschnitte – Foto 5, 6) fotografiert. Das Triptychon besteht aus drei 8×10-Negativen. In der hier gezeigten Bildreihenfolge passen die dunklen, unstrukturierten Flächen der Auberginen als Kontrast (nicht Bildkontrast gemeint) zu den dunklen, strukturierten Flächen des irischen Urbanen. Mein „bildsprachlicher Focus“ bei der Anordnung dieser Bilderfolge lag auf dunklen Tonwerten und Struktur, nicht auf den Motiven. Man könnte auch mit verschiedenen Bildgrößen experimentieren oder andere „Sprachelemente“ der Fotografie nehmen. Ebenso wären Portraits möglich. In der Kunst gibt es keine Regeln, keine Königswege. Folge nur deinen Visionen. (Wenn du unsicher bist, brauchst du wahrscheinlich einen sogenannten Kurator deines Vertrauens).

Diane Arbus schrieb mal sinngemäß: „Niemand liebt deine Bilder so wie du selbst“. Ja, das stimmt und ich würde ergänzen wollen: Niemand ist so nah an deiner Vision wie du selbst. Zurück zur Technik.

Angewandte Technik: 8×10 HP5+ @200 ASA in Xtol (1+1). Toyo mit 240 mm Symmar-S. Ein Blitzkopf mit Softbox und Wabe. Mit dem 5º- Minolta-Blitzbelichtungsmesser habe ich die helle Stelle vor den Auberginen angemessen und die erhaltene Blende um 2 Stufen geöffnet (meistens auf Blende 64). Eine weitere Messung auf die Schatten machte ich nicht. Sie ist nicht notwendig, denn die Schatten haben bei meiner „geeichten“ Film/Entwickler-Kombi immer Zeichnung.

Zonensystem-Fotografen würden jetzt sagen: den Bereich hat er in Zone VII gelegt und ich würde dem zustimmen, obwohl ich kein Zonensystem-Fotograf bin, denn ich arbeite nicht mit den im Zonensystem verwendeten „Plus“ – und „Minus“ – Entwicklungen. Ich verwende in meiner „geeichten“ Film/Entwickler-Kombi die Zonen nur als Belichtungssystem. Es ist eine Adaption an Fred Pickers Empfehlung, etwa sinngemäß: „Belichte auf die bildwichtigste helle Stelle, die gerade noch Zeichnung haben sollte, lege den Wert in Zone VIII (gemeint ist die Blenden/Zeit-Kombination um 3 Stufen zu öffnen) und lass die anderen Tonwerte fallen wie sie fallen“.

Exkurs: „Eichen“ einer Film/Entwickler-Kombi. Ich setze das Wort „Eichen“ in Anführungsstrichen, weil ich beim „Eichen“ keine Referenzgeräte verwende, sondern nur meine eigenen Geräte, die Fehlertoleranzen haben. Mich interessiert immer, was mit meinen Geräten und meiner Arbeitsweise bei mir funktioniert und was nicht, unabhängig davon, was bei anderen funktioniert.

Wieso und wie „eiche“ ich? Am Anfang meiner fotografischen Entwicklung habe ich nach den Herstellerangaben belichtet und entwickelt – mit mäßigem Erfolg. Mal waren die Negative zu hell oder zu dunkel, mal waren die Lichter ausgefressen oder die Schatten zugelaufen oder beides. Es war immer eine kleine Quälerei beim Vergrößern in der Dunkelkammer. Fotofreunde von damals rieten mir, nimm doch diesen Film oder diesen Entwickler. Es änderte sich nicht viel an meinem mäßigen Erfolg und der Quälerei – bis ich Mitte der 80er Jahre über das Zonensystem von Ansel Adams und das modifizierte System von Fred Picker las. Beide stellten unter anderem das „Eichen“ einer Film/Entwickler-Kombi vor. Ich entschied mich für das System von Fred Picker (amerikanischer Landschaftsfotograf und Fotogeräte-Produzent der ZoneVI-Studios, verstorben 2002), weil sein verändertes System für mich näher an den Feld-Bedingungen der Fotografie schien als das von Ansel Adams. Natürlich kann man auch mit den Herstellerangaben technisch einwandfreie Negative herstellen, aber mir ist es so nicht gelungen.

Hier Fred Pickers Methode zum „Eichen“: Sein Standpunkt war, dass es nur 7 Kontraststufen in der Natur gibt, mit drei Ausnahmen: bei Nebel, bei Smog und bei Gegenlicht. Eine „Minus“-Entwicklung lehnte er ab, weil sie einer Unterbelichtung ähnelte und beim Vergrößern mehr Ärger als Freude bereitete.

Sein modifiziertes Belichtungssystem, das er in seinem „Zone VI Newsletter, No.46“ von 1986 beschrieb, hat zwei Bezugspunkte. Die Zone I mit einem Dichtewert von 0,1 (ich bevorzuge eher einen Dichtewert von 0,14 – 0,15, weil dann die Schatten besser durchgezeichnet sind), um die effektive Empfindlichkeit des Films zu bestimmen. Der zweite Punkt ist die Zone VIII mit einem Dichtewert von 1,10 – 1,15, wenn man einen Kondensor-Vergrößerer hat oder 1,25 – 1,30, wenn man einen Kaltlicht-Vergrößerer hat, um die Entwicklungszeit dieser Film/Entwickler-Kombi zu bestimmen.

Fred Picker empfiehlt einen weißen Karton in der Sonne zu fotografieren und einen schwarzen Karton im Schatten. (man könnte auch eine weiße Wand in der Sonne und eine schwarze Tür im Schatten nehmen). Wichtig war ihm auch, nur ein Objektiv zu verwenden -nur das, mit dem man am meisten fotografiert. Bei Handkameras keine Verschluss-Zeiten über 1/250 sec einstellen oder bei Großformatkameras keine Zeiten über 1/125 sec nehmen, weil die Zeiten dann ungenau werden. Die Entfernung sollte auf Unendlich eingestellt sein.

Hier ein Belichtungs-Beispiel für Kleinbild- bzw. Rollfilme bei Tageslicht:

Der ASA-Wert des Films wird nur auf ¼ der angegebenen Filmempfindlichkeit eingestellt, z.B. bei einem 400 ASA-Film auf 100 ASA, bei 100 ASA auf 25 ASA. Die vier Ecken des schwarzen Kartons (etwa 40×50 cm oder größer) werden am besten mit einem Spotbelichtungsmesser angemessen, um sicherzustellen, dass der Karton gleichmäßig beschienen wird. Die Belichtungsautomatik der Kamera sollte ausgeschaltet sein. Die Kamera geht so nah an den Karton, dass dieser formatfüllend im Sucher zu sehen ist. Dabei ist darauf zu achten, dass die Kamera oder der Fotograf keinen Schatten auf den Karton wirft. Man misst erneut den schwarzen Karton an und schließt die Blende um 4 Stufen, um eine Zone I – Belichtung zu machen. Anschließend wird nicht mehr gemessen, sondern die erste Aufnahme gemacht und nach jeder weiteren Aufnahme wird die Blende des Objektivs um ½ Stufe geschlossen. Die Belichtungszeit bleibt dabei konstant eingestellt. Mit jedem Schließen wird eine andere ASA-Einstellung simuliert. Diese Vorgehensweise erspart das ständige Ausmessen. Das könnte mit dem schwarzen Karton so aussehen:

  1. Aufnahme: 1/250 sec,   f 8,         (entspricht  Zone I,   100 ASA)
  2. Aufnahme: 1/250 sec,   f 8/11,    (entspricht  Zone I,   140 ASA)
  3. Aufnahme: 1/250 sec,   f 11,        (entspricht  Zone I,   200 ASA)
  4. Aufnahme: 1/250 sec,   f 11/16,  (entspricht  Zone I,   280 ASA)
  5. Aufnahme: 1/250 sec,   f 16,        (entspricht  Zone I,   400 ASA)
  6. Aufnahme: 1/250 sec,   f 16/22,  (entspricht  Zone I,   560 ASA)

Jetzt mit dem weißen Karton in der Sonne genauso verfahren wie beim schwarzen Karton: formatfüllend, keinen Schatten auf den Karton, gleichmäßige Belichtung usw. Weißen Karton anmessen und die Blende um 3 Stufen öffnen, um eine Zone VIII – Belichtung zu machen. Danach wird ebenfalls mit dem Schließen der ½ Blendestufe eine andere ASA-Einstellung simuliert. Das könnte mit dem weißen Karton so aussehen:

  1. Aufnahme: 1/250 sec,   f 4,            (entspricht  Zone VIII,   100 ASA)
  2. Aufnahme: 1/250 sec,   f 4/5,6     (entspricht  Zone VIII,   140 ASA)
  3. Aufnahme: 1/250 sec,   f 5,6,        (entspricht  Zone VIII,   200 ASA)
  4. Aufnahme: 1/250 sec,   f 5,6/8,    (entspricht  Zone VIII,   280 ASA)
  5. Aufnahme: 1/250 sec,   f 8,           (entspricht  Zone VIII,   400 ASA)
  6. Aufnahme: 1/250 sec,   f 8/11,      (entspricht  Zone VIII,   560 ASA)

Diese Belichtungsabfolge geht ziemlich schnell. Wer unsicher ist sollte vielleicht vorher einen Trockenversuch machen. Sollten sich die Lichtverhältnisse durch Wolken schnell verändern, muss man natürlich erneut den Karton anmessen. Ein Rollfilm wäre jetzt ganz belichtet und kann entwickelt werden. Wer mit einem 36iger Kleinbildfilm testet, sollte die restlichen 24 Aufnahmen auch belichten, egal womit, und dann entwickeln. Hierbei sollte das Entwicklungsprozedere immer konstant gehalten werden: gleiche Abfolge, gleiche Verdünnung, gleicher Kipprhythmus, gleiche Chemie, gleiche Temperatur, gleiche Wässerung, gleiche Trocknung – nichts abkürzen.

Meiner Meinung nach, reichen zwei belichtete Filme, um die Zonen I und VIII zu bestimmen zu können. Zur Not ein dritter. Es sollte keine ganz genaue Punktlandung bei den Dichten geben. Eine Näherung reicht – wir sind Fotografen und keine Tester.

Das Ausmessen der Zonen-Dichten kann man mit einem Densitometer vornehmen oder einen Scan-Dienstleister oder ein Profi-Film-Entwicklungslabor fragen, ob sie das machen. Ob sich andere Geräte dafür eignen, weiß ich nicht, man kann ja googeln. Eine Dichtemessung mit der VueScan-Software ist ziemlich ungenau, gerade bei diesen beiden Dichten.

Hier meine Interpretationshilfe der ermittelten Dichtewerte. Folgende Vorgehensweise: Zuerst schaut man auf die Zone I-Dichte, die im Bereich 0,10 – 0,15 liegen sollte und anschließend auf den dazugehörigen ASA-Wert, z.B. ist der bei 200 ASA. Nun schaut man weiter bei 200 ASA auf die Dichte von Zone VIII. Im glücklichen Fall liegt sie schon bei der ersten „Eich“-Filmentwicklung im Bereich von 1,25 – 1,30. Man muss sich jetzt nur die verwendete Entwicklungszeit notieren. Liegt der Dichtewert über 1,30, z.B. bei 1,35, so sollte man den zweiten „Eich“-Film etwa um ½ bis 1 Minute kürzer entwickeln. Der Dichtewert der Zone I verringert sich dabei im Hundertstel-Bereich, z.B. von 0,15 auf 0,13. Dagegen verringert sich der Dichtewert der Zone VIII im Zehntel-Bereich, z.B. von 1,35 auf 1,28. Ein weiteres Feintuning würde ich beim Fotografieren in der Natur machen, z.B. eine helle Wolke in Zone VIII legen (sie sollte gerade noch Zeichnung haben). Wenn ich aber in der Dunkelkammer beim Vergrößern die Wolke nachbelichten muss, um Zeichnung zu bekommen, würde ich beim nächsten Film die Entwicklungszeit erneut verkürzen. Ist umgekehrt die Wolke zu grau, sollte die Entwicklungszeit verlängert werden.

Das war‘s. Fred Picker erwähnte auch, dass das „Eichen“ nicht dein Leben verbessert oder dich zum besseren Fotografen macht. Es verhindere nur die zwei gravierendsten technischen Fehler, die man beim Fotografieren machen kann: falsch belichten und falsch entwickeln. Seit 1986 arbeite ich nach seiner Methode und sie funktioniert.

Im nächsten Monat schreibe ich über das „Eichen“ von Großformat-Negativen. Es läuft zwar so ähnlich ab wie bei den Kleinbild- und Mittelformat-Filmen, aber es gibt kleine Unterschiede.

Nachtrag zur Entwicklungszeit. Welche Zeit nimmt man beim ersten „Eich“-Film?

Es gibt zwei Möglichkeiten:

  1. Man nimmt die empfohlene Entwicklungszeit aus dem Datenblatt der Hersteller (es sind nur Empfehlungen und keine in Stein gemeißelten Wahrheiten)
  2. Oder man startet mit der empfohlenen Zeit aus der App „Massive Dev“, (diese App auf meinem iPad verwende ich).

Die Entwicklungszeit für den zweiten „Eich“-Film wird entsprechend der ermittelten Dichte der Zone VIII aus dem ersten „Eich“-Film entweder verlängert oder verkürzt.

 

zu den Fotos

März 2021 – Portraits und „Eichen“ von Großformat-Negativen

Hier eine Neuinterpretation von zwei Doppel-Portraits aus meinem Archiv. Ich habe mich dabei für dunkle und helle Töne, ähnlich denen aus den Auberginen-Fotos, entschieden. Das Männer-Portrait wurde mit Hilfe von Photoshop CS6 und Silver Efex Pro 3.0 mehr zum Abstrakten interpretiert. Das Frauen-Portrait dagegen hatte nur etwas Nachbelichtung und eine leichte Hochpass-Schärfung von Photoshop und sollte sich nicht weit von der aufgenommen „Realität“ entfernen. Der dunkelbraune Ton entstand beim Scannen mit einem „NegaFix -Profil“ von SilverFast.

Angewandte Technik: Tmax 400 @125 ASA in D-76 (1+1), Hasselblad 500 C/M mit 120 mm Macro-Planar. Ein Blitzkopf mit Softbox ohne Wabe. Die Belichtung wurde mit einem Spotbelichtungsmesser auf die hellste Gesichtshälfte gemessen und der erhaltene Wert der Blenden/Zeit-Kombination um 1,5 – 2 Stufen geöffnet. Scans mit dem Plustek 120 Pro und SilverFast 8.8.

Exkurs: „Eichen“ von Großformat-Negativen. Es läuft genauso ab, wie im vorherigen Post bei der „Eichung“ von Kleinbild- und Mittelformatnegativen beschrieben. (Großen weißen Karton in der Sonne und großen schwarzen Karton im Schatten formatfüllend fotografieren. Ich habe einen weißen Passepartout-Karton, 40 x 50 cm, genommen und auf seiner Rückseite einen mattschwarzen Fotokarton geklebt). Nur ein Objektiv benutzen. Keine Belichtungszeit über 1/125 sec. Man startet ebenfalls mit ¼ der angegebenen Filmempfindlichkeit, z.B. mit 100 ASA eines 400 ASA-Films, besser wäre mit 125 ASA.

Vorweg sollte man zwei Fragen klären:

  1. Wie stellt man eine Großformatkamera auf Unendlich ein?
  2. Muss ich 12 Planfilme, wie bei den Kleinbild- und Mittelformatnegativen, für die „Eichung“ verwenden, um den ASA-Bereich abzudecken?

Antwort zu 1.: Eine Großformatkamera ist auf Unendlich eingestellt, wenn die Auszugslänge des Balgens der Brennweite des Objektivs entspricht. Ein Beispiel: Das verwendete Objektiv hat eine Brennweite von 355 mm, dann muss der Balgen eine Auszugslänge von 355 mm haben.

Antwort zu 2.: Nein. Es gibt eine Methode, die ich 1990 in einem Workshop bei Peter Gasser (Schweizer Landschaftsfotograf) gelernt habe, um die Anzahl der Planfilme zu reduzieren. Man macht zwei Belichtungen auf einen Planfilm.

  1. Aufnahme mit schwarzem Karton im Schatten: der mit dem Spotbelichtungsmesser auf den schwarzen Karton gemessene Wert wird um vier Blenden-Stufen geschlossen, um einen Zone I-Wert zu erhalten. Der Kassettenschieber ist dabei um 2/3 aus der Kassette herausgezogen. Das obere Drittel bleibt unbelichtet/blank. Der restliche Film hat einen Zone I-Wert.
  2. Aufnahme, jetzt mit weißem Karton in der Sonne: der mit dem Spotbelichtungsmesser auf den weißen Karton gemessene Wert wird um drei Blenden-Stufen geöffnet, um einen Zone VIII-Wert zu erhalten. Der Kassettenschieber wird diesmal um 1/3 in die Kassette reingeschoben. Dieses letzte Drittel ist zwar mit Zone VIII und Zone I doppelt belichtet, hat aber eine Genauigkeit von 1/128 Blende.

Durch diese Vorgehensweise reduzieren wir die 12 Aufnahmen auf 6 Planfilme. Man könnte noch weiter reduzieren, wenn wir den ASA-Bereich einschränken. Meine Erfahrung mit der „Eichung“ von Kleinbild- und Mittelformatnegativen zeigte, dass die ermittelte effektive Filmempfindlichkeit oft bei der Hälfte der Nennempfindlichkeit der Hersteller lag. Bedeutete für mich, dass man die „Eichung“ für 400 ASA, 320 ASA und 100 ASA weglassen kann. Es sind dann also nur noch vier Planfilme, die gleichzeitig entwickelt werden müssen. Natürlich ist die „Eichung“ auch mit mehreren Planfilmen möglich. Die Entscheidung liegt bei jedem selbst.

Ein Beispiel mit einem 400 ASA-Film und vier Planfilmen:

Erster Planfilm

  1. Aufnahme (schwarzer Karton): 1/125 sec, f = 11 1/3,  (entspricht  Zone I,  125 ASA)
  2. Aufnahme (weißer Karton):       1/2 sec,     f =   8 1/3,  (entspricht  Zone VIII,  125 ASA)

Zweiter Planfilm

  1. Aufnahme (schwarzer Karton): 1/125 sec, f = 11 2/3,  (entspricht  Zone I,  160 ASA)
  2. Aufnahme (weißer Karton):       1/2 sec,     f =   8 2/3,  (entspricht  Zone VIII,  160 ASA)

Dritter Planfilm

  1. Aufnahme (schwarzer Karton): 1/125 sec, f = 16,        (entspricht  Zone I,  200 ASA)
  2. Aufnahme (weißer Karton):       1/2 sec,     f = 11,         (entspricht  Zone VIII,  200 ASA)

Vierter Planfilm

  1. Aufnahme (schwarzer Karton): 1/125 sec, f = 16 1/3,  (entspricht  Zone I,  250 ASA)
  2. Aufnahme (weißer Karton):       1/2 sec,     f = 11 1/3,   (entspricht  Zone VIII,  250 ASA)

Alles weitere sollte wie bei der „Eichung“ von Kleinbild- und Mittelformatnegativen ablaufen.

Xtol-Update: Im Dezember 2020 berichtete ich über einen Vergleichstest von unverdünntem und verdünntem Xtol bei einer 8×10 Rotationsentwicklung und kam zum Ergebnis, dass ich keinen Unterschied zwischen den beiden sehe. Die Aussage ist zwar richtig, aber sie basiert auf einem Produktionsfehler von Xtol. In einem Forum las ich, dass diese Chargen von Xtol fehlerhaft sind und Kodak sie umtauscht – Chargen mit dem Date-Code: 2019/10/07, 2019/12/19, 2020/02/25, 2020/02/26, 2020/02/27 (Angaben ohne Gewähr). Ich hatte solch eine Charge und mir fiel auf, dass beim Ansetzen des Xtol-Pulvers sofort Ausfällungen zu sehen waren. Für ein paar Minuten erhitzte ich die Entwicklerlösung auf 60º und die Ausfällungen waren verschwunden. Mit diesem Entwickler machte ich dann den Vergleichstest.

Das Wissen, dass ein Produktionsfehler vorlag, ließ mir keine Ruhe. Ich wiederholte den Test mit D-76 und diesmal sah ich einen Unterschied, als beide Negative auf dem Leuchttisch lagen. Das Negativ mit unverdünntem D-76 war dichter, was sich messtechnisch bestätigen ließ. Es schien ausentwickelter zu sein. Fazit: In Zukunft werde ich bei meiner Rotationsentwicklung mit unverdünntem Entwickler arbeiten. Ob ich mit Xtol wieder arbeiten werde, weiß ich noch nicht. Die Firma Adox hat mit „Adox XT III“ einen ähnlichen Entwickler wie Xtol neu herausgebracht.

zu den Fotos

April 2021 – Tulpen in Vasen

Vor ein paar Wochen habe ich bei mir zu Hause Tulpen (Fotos 9-12) fotografiert (gekauft von meiner Frau). Normalerweise veröffentliche ich meine Arbeiten erst nach Monaten. Ich muss mit den ausgewählten und ausgedruckten Fotos einige Zeit leben, um zu überprüfen, ob sie meinen Vorstellungen entsprechen. Auch kann ich im A2-Druck deutlich und schneller die technischen – und andere Fehler erkennen. Hier aber drängte mich mein Unterbewusstsein, sie früher zu veröffentlichen, und zwar jetzt. Eine Erklärung könnte sein, dass ich der Tristesse der pandemischen Zeit etwas Farbiges entgegensetzen wollte. Jedes Mal, wenn ich in mein kleines Studio gehe und sie an der Wand sehe, erhellt sich mein Gemüt.

Angewandte Technik: Die Fotos wurden mit einem iPhone gemacht. Als Lichtquelle diente das Einstelllicht eines Blitzkopfes meiner Studioblitzanlage. Die Original-jpg-Dateien des iPhones wurden anschließend mit Photoshop und den Programmen aus der NIK Collection digital bearbeitet (es wurden keine iPhone-Apps oder Presets verwendet). Ich wollte Farben, die „laut“ sind. Knallig, das entsprach meinem Gefühl.

Die jpg-Dateien des iPhones kommen bei einer intensiven digitalen Bearbeitung relativ schnell an ihre Grenzen (helle Lichtsäume). Puristen würden sie als fehlerhaft bezeichnen. Für mich geben die Lichtsäume den Fotos etwas leicht Surreales.

zu den Fotos

Mai 2021 – Vasen und mein analoger Workflow

Diese Interpretationen von drei Vasen (Fotos 13-15) aus meiner Strecke/Serie „Tulpen und Vasen“ habe ich diesmal mit der 8×10 Großformatkamera statt mit dem iPhone fotografiert. Bei den Stills geht es mir hauptsächlich um Formen und Strukturen. Sie haben keine Botschaften, keine Aussagen, keine Geschichten – es zählt nur ihre visuelle Präsenz.

Angewandte Technik: 8×10 HP5+@ 200 ASA in HC-110 (1+30). Toyo mit 240 mm Symmar-S. Ein Blitzkopf mit Softbox und Wabe. Licht von vorn und oberhalb. Rechts und links standen Abschatter. Epson V850-Scan und digitaler Bildbearbeitung. Das sichtbare Korn ist das echte Korn des HP5s und mit Photoshop und Silver Efex Pro herausgearbeitet. Es wurde kein digitaler Kornfilter verwendet. Zum Schluss gab es eine leichte digitale Tonung.

Exkurs: Entwickeln meiner Filme. Ich beschreibe hier meinen Workflow, um jungen Fotografinnen und Fotografen, die sich mit analoger Fotografie auseinandersetzen und ihre Filme selbst entwickeln wollen, ein wenig Hilfestellung zu geben. Zuerst der Ablauf, dann ein paar Bemerkungen. (Ich betone: Es ist mein Weg und kein Königsweg. Es gibt auch andere Vorgehensweisen, andere Hersteller, usw.)

 

Kurzer Ablauf, z.B. bei Mittelformat-Kodak Tmax 400 (alle Bäder bei 20ºC):

Entwicklung:  12 min mit Kodak D-76 (1+1) im 500 ml Kindermann-Edelstahltank

Erste Minute ständig bewegen, dann alle 30 sec 2x kippen.

Keine Vorwässerung.

Stoppbad:  1 min stoppen mit Tetenal Indicet (1+19)

Ständig bewegen.

  1. Fixierbad: 3 min fixieren mit Tetenal Superfix (1+4)

Ersten 30 sec ständig bewegen, dann alle 30 sec 2x kippen.

  1. Fixierbad: 3 min fixieren mit Tetenal Superfix (1+4)

Ersten 30 sec ständig bewegen, dann alle 30 sec 2x kippen.

Klärbad:  2 min „klären“ mit Tetenal Lavaquick (1+19)

Alle 30 sec 2x kippen.

Wässern:  15 min wässern nach modifizierter Ilford-Methode

Alle 2 min ein Wasserwechsel, ständig kippen.

Netzmittelbad: 1 min in weichem Wasser mit 2 Tropfen Tetenal Mirasol

Keine Bewegung.

Trocknen: bei Raumtemperatur über Nacht im Durst UT100,

Staubfrei. Ohne Abstreifer und Finger.

 

Bemerkungen zu Materialien und Methoden

Zu Kodak D-76: Seit 1982 arbeite ich mit der „geeichten“ Film/Entwickler-Kombi „Kodak Tri-X/D-76“. Als aber 1987 die neuen Tmax-Filme auf den Markt kamen, wechselte ich zu Tmax 400/D-76 und arbeite immer noch mit dieser Kombi. Gelegentlich probierte ich auch andere Entwickler aus und kam doch immer wieder zu D-76 zurück. Die drei Parameter Filmempfindlichkeit, Korn und Schärfe sind bei D-76 ziemlich ausgeglichen. Kein Parameter wird auf Kosten der anderen „überbetont“.

Mit zunehmender Alterung, über 2 Monate, arbeitet die Lösung einer angebrochenen Vorratsflasche D-76 kontrastreicher. Diesen alten übrig gebliebenen Inhalt verwendete ich dann nicht mehr. Die Autoren Troop & Anchell schrieben in ihrem Buch „The Film Developing Cookbook“, dass der pH-Wert von D-76 mit der Zeit steigt und dadurch die Substanz Hydrochinon aktiver wirkt. Mit dem Ergebnis der kontrastreicheren Entwicklung. Kodak selbst empfiehlt in seinem D-76-Datenblatt von 2002, angebrochene Vorratslösungen nur 2 Monate aufzubewahren.

Xtol soll eine Weiterentwicklung von D-76 sein und enthält kein Hydrochinon mehr. Ähnlich wie Xtol soll auch der Adox XT III sein. Mit dem Adox experimentiere ich gerade. Vielleicht löst der mal bei mir den D-76 ab.

Möchte ich mehr Kantenschärfe haben, nehme ich meinen zweiten Entwickler – den Kodak HC-110. Beim Mittelformatfilmen in der Verdünnung 1+39 und bei Planfilmen 1+30.

Wichtig wäre noch zu erwähnen, dass man bei der Entwicklung pro Film aus Sparsamkeitsgründen nicht unter die Mindestmengen-Angaben der Hersteller geht. In den Entwickler-Datenblättern schreiben die Hersteller, wie viel Filme man pro 1 Liter entwickeln kann. Ich nehme mindestens 200 ml D-76 Vorratslösung pro Film, egal ob 6×6 Mittelformat oder 8×10 Planfilm. Bei den Experimenten mit Adox XT III ebenfalls 200 ml, obwohl Adox nur 100 ml pro Film angibt. Beim HC-110 mindestens 6 ml Konzentrat pro Film, manchmal sogar 10 ml. Zwar kann man unter die Mindestmengen-Angaben gehen und entwickeln, aber der Film ist dann nicht ausentwickelt. Er wirkt im Vergleich „dünner“.

 

Zu Kodak Tmax 400: Dieser moderne Flachkristall-Film reagiert auf die Entwicklungsparameter „Zeit“ und „Temperatur“ empfindlicher als die herkömmlichen Filme, z.B. HP5. Bei meinen Tests habe ich festgestellt, dass eine 10%ige Abweichung eine fast 35%ige Kontraststeigerung zur Folge hatte, z.B. wenn man statt 10 Minuten etwa 11 Minuten entwickelt oder wenn die Entwicklungstemperatur um 1ºC wärmer ist. Bei herkömmlichen Filmen scheint es umgekehrt zu sein, eine 30%ige Abweichung bringt eine 10%ige Veränderung. Es ist also wichtig, wenn man mit Flachkristall-Filmen arbeitet, die Zeit und die Temperatur während der Entwicklung konstant zu halten.

In den sommerlichen Monaten mache ich die Entwicklung in einem Wasserbad und im Kindermann-Edelstahltank. Im Hochsommer entwickle ich überhaupt keine Filme, da hat das Badezimmer fast 30ºC. In meiner Dunkelkammer im Keller habe ich leider keinen Wasseranschluss.

Beim „Eichen“ dieser Kombi mit dem Studioblitz fiel mir auf, dass die effektive Empfindlichkeit immer etwas niedriger war als bei Tageslicht. Bei Tageslicht waren es 200 ASA und beim Studioblitz 160 ASA (so 1/3 – 2/3 Blende weniger). Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Lichtspektrum der Blitzröhre nicht ganz identisch mit dem Lichtspektrum des Tageslichts ist.

 

Zweibad-Fixierung: Bei dieser Methode wird die Fixierung in zwei Bäder und zwei Zeiten aufgeteilt. Es werden zwei Bäder gleichen Volumens verwendet. Die Filme werden für die halbe Fixierzeit im 1. Bad fixiert und für die restliche Zeit im 2. Bad. Nach der Badausnutzung (16 Filme pro Liter ergaben meine Tests) wird das 1. Bad weggegossen. Das 2. Bad wird nun zum 1. Bad und logischerweise wird eine frische Lösung für das 2. Bad angesetzt. Diesen Prozess kann man bis zu 5mal wiederholen, dann werden erneut zwei frische Lösungen angesetzt. Ziel ist es, dass immer relativ frischer Fixierer an den Film gelangt. Der Fixierer sollte auch konzentrierter angesetzt sein als die Hersteller manchmal angeben, z.B. eher „1+4“ als „1+7“.

Als ich noch nicht mit dieser Zweibad-Methode und aus Sparsamkeitsgründen nur mit der „1+7“-Verdünnung arbeitete, kam es öfters vor, dass ich den Tmax 400 nachfixieren musste. Aber als ich die Zweibad-Methode mit der stärkeren Konzentration verwendete, war eine  Nachfixierung nicht mehr nötig.

 

Das Klärbad: Die im Negativ verbliebene Restchemie wird mit Hilfe des Bades in der anschließenden Wässerung gründlicher ausgewaschen. Ich verwende dieses Bad, um archivfeste Negative zu bekommen, die den schädlichen Umwelteinflüssen besser standhalten können. Archivfest deshalb, weil ich mir die Option offenhalten wollte, wenn ich nach Jahren ein Negativ erneut interpretieren möchte, so sollte es nicht durch Umwelteinflüsse verfärbt bzw. beschädigt sein. Was bis jetzt auch geklappt hat.

 

Wässerung: Zur Archivfestigkeit gehört auch eine gründliche Wässerung. Anfangs habe ich mit einer 15minütigen fließenden Wässerung gearbeitet, aber der Wasserverbrauch war mir irgendwann zu hoch. Ebenso effektiv ist die Wässerung nach der Ilford-Methode, die ich etwas modifiziert habe:

20ºC warmes Wasser wird in den Entwicklungstank gegossen und anschließend 1 min lang gekippt. Danach ausgegossen und erneut mit Wasser gefüllt. Diesmal 2 min lang gekippt und dann erneut ausgegossen. Nochmal mit Wasser gefüllt und wieder 2 min lang gekippt usw. bis die 11. Minute erreicht ist. Erneut wird frisches Wasser eingefüllt und diesmal ohne zu Kippen 4 min lang stehen gelassen, sodass der Film insgesamt 15 min mit Wasser in Berührung war.

 

Netzmittelbad: Ein anderer Entwicklungstank mit weichem Wasser und zwei Tropfen Mirasol steht bereit. In diesen lege ich für eine Minute die Spirale mit dem Film, ohne sie zu bewegen. Ich nehme deshalb zwei verschiedene Tanks, weil sich das Netzmittel Mirasol beim Reinigen des Tanks nicht immer vollständig beseitigen lässt. Erkennt man daran, dass beim erneuten Entwickeln eines Films der Entwickler übermäßig schäumt. Bei den Edelstahltanks ist mir das noch nie passiert – sie lassen sich sehr gut reinigen. Zum Schluss wird der Film in die Filmkabine des Durst UT 100 gehängt.

Früher hatte ich destilliertes Wasser aus dem Baumarkt als „Schlusswasser“ verwendet, aber es kam immer wieder vor, dass diese Wasser Keime enthielt. Erkennbar an kleinen, weißen, dünnen Streifen im Wasser. Vor ein paar Jahren bekamen wir hier in Salzgitter sehr weiches Harzwasser. Seitdem verwende ich es als „Schlusswasser“ und es funktioniert. Es gibt keine Trocknungsrückstände und keine Kalkflecken auf dem Film.

 

Allgemein:

Die einzelnen Bäder setze ich in hellen 500 ml Glasflaschen an, die sich in einem Schrank in meiner Dunkelkammer befinden. Da ich früher mehr fotografierte als heute, waren die Bäder in 1000 ml Glasflaschen. Wenn heute 8-9 Filme verarbeitet worden sind, setze ich in den 500 ml Flaschen neue Bäder an, wobei die Fixierbäder nach der Zweibad-Methode angesetzt werden.

Mein Ziel ist es, archivfeste, technisch korrekte Negative zu bekommen, die mir als Ausgangsmaterial bei der Weiterverarbeitung für meine Interpretationen dienen. Mit „technisch korrekt“ meine ich Negative, die Zeichnung in den Schatten und Lichtern haben. Erst bei der Weiterverarbeitung entscheide ich mich, ob ich die Schatten nicht wieder ein bisschen zulaufen lasse. Ja, ich liebe das Schwarz in der Fotografie, obwohl ich keine schwarzen Hintergründe mag.

 

zu den Fotos

Diese Website verwendet Cookies. Mit einem Klick auf OK stimmen Sie der Benutzung von Cookies zu.