Überblick 1981-2019

Allgemeine Bemerkungen zum Portrait-Projekt:

1981 fing ich an, Menschen zu fotografieren. Zuerst meine Frau, dann die Verwandten und meine Freunde. Etwa 1982/83 forderte Michael Ruetz, Professor der Kunsthochschule Braunschweig, uns Studenten auf, in Projekten zu arbeiten. Ich entschied mich für Portraits, und es ist bis heute mein Projekt geblieben.

Ihr seht hier einen kleinen Überblick (mit Schwerpunkt Studioblitz) von 1981 bis 2019 der Menschen, die auf eigenen Wunsch an diesem Projekt teilgenommen haben. Sie mussten nur eine Bedingung erfüllen: Mir erlauben, Fotos meiner Wahl aus dem Shooting zu veröffentlichen. Sie bekamen dafür Fotos ihrer Wahl umsonst.

Beim Fotografieren interessieren mich nicht Identität, Herkunft, Persönlichkeit, Authentizität,  Alter oder Sexualität usw. Der Mensch an sich ist mir wichtig – nur seine Präsenz und seine Interaktion vor einem neutralen Hintergrund in der Face-to-Face-Situation mit mir. Nichts stört oder lenkt ab. Keine Musik, keine Visagistin, keine Assistenten. Es gibt nur die Ruhe, Vertrauen und den gegenseitigen Respekt sowie die Konzentration auf das Fotografieren – das Arbeiten an dem Portrait-Foto, wobei ich so wenig wie möglich eingreife und korrigiere.

November 2018

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Die Verwandten

1993 habe ich meine Verwandten stehend vor weißem Hintergrund fotografiert. Seit 2018 fotografiere ich erneut an dieser Strecke. Diesmal schwerpunktmäßig an einem Tisch sitzend. Hier sind einige Fotos zu sehen, die von den Verwandten freigegeben wurden, also kein umfassender Einblick in diese Strecke.

Dezember 2018

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Meine Influenzer

Neben Michael Ruetz und meinen wichtigen Heroes (Nadar, August Sander, Irving Penn, Richard Avedon u.a.) aus der Geschichte der Portraitfotografie, hatte den stärksten Einfluss auf meine fotografische Entwicklung mein Kunstlehrer und späterer Mentor Christof Nanko (Bildhauer, Maler, Zeichner), der mir im Kunstunterricht vorschlug: fotografiere, was du willst, zeige mir die Kontaktbögen und wir reden dann darüber. Ich lernte dabei das Sehen, die visuelle Sprache der Fotografie (Komposition, Ausschnitt, Kontraste, Tonwerte usw.) Ein Satz von ihm blieb in meinem Gedächtnis haften: Wenn du kannst, verdichte das Foto und lass dich durch nichts dabei einschränken. Christof habe ich Jahre später portraitiert.

Januar 2019

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Frühere Arbeiten (1981-1987)

Es waren überwiegend meine studentischen Jahre – auch Jahre des fotografischen Lernens, des Sehens im kreativen Prozess.
Diese Arbeiten wurden hauptsächlich mit Tageslicht am Fenster meiner Studentenbude gemacht – gelegentlich habe ich auch mit Glühlampenlicht fotografiert, wenn das Tageslicht nicht ausreichend war, um das Verwackeln zu verhindern. Geld für eine Studioblitzanlage und qualitative Hintergründe hatte ich nicht. Es reichte gerade für Filme, Entwickler und Fotopapier.

Februar 2019

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Selbstportraits

Bei der Selbstportrait-Strecke fotografierte ich unter zwei Aspekten. Ein Aspekt war, ich wollte ein Zeitdokument über mich schaffen, das mir als „Zeitzeuge“ für die Erinnerungen dienen sollte, wenn ich nach Jahrzehnten wieder auf die Fotos blicke. Beim anderen Aspekt arbeitete ich mit einer Idee bzw. mit einem Thema.

Hier ein Beispiel (Plattencover): Da mich in meiner Pubertät auch die Rockmusik sozialisiert hat, Musiker wie Jimi Hendrix, Patti Smith und Co. waren daran beteiligt, wollte ich ebenfalls ein Rockstar werden. Ich kaufte mir eine Gitarre und merkte nach einer Woche, dass ich besser Musik hören kann als sie zu spielen und gab meinen Traum eines Rockgitarristen auf. Jahre später dachte ich, fotografiere doch mal das Plattencover deiner imaginären Rockband – einen Plattentitel hatte ich, einen Bandnamen nicht. Zwei Freunde unterstützen mich dabei. Das Bild-Nr. 2/9 ist Beweis meines damaligen Traumes.

Bei den Selbstportraits drückte den Auslöser der Kamera generell meine Frau – selten ein Freund/in oder mein Sohn. Zwischen den ersten Aufnahmen dieser Strecke und den letzten vier besteht ein Zeitunterschied von 30-35 Jahren.

März 2019

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Männer – oben ohne

Hier eine Bildstrecke von halbnackten Männern. Denn schöne junge Frauen, egal ob nackt oder im Halb-Akt, wurden und werden oft genug von Fotografen abgelichtet. Es war Zeit für mich, einen Blickwechsel vorzunehmen, denn die Gattung „Mensch“ ist doch so vielschichtig und interessant.

April 2019

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